Rezension von Dr.
Werner Schweizer Rochade Europa , 6/2009
Der Autor
Reinhold Ripperger ist in der deutschen Schachliteratur-Szene kein
Unbekannter mehr, hat er doch bereits zwei Werke über das
Zweispringerspiel und über Endspielstrategie herausgebracht. In
seinem neuen Buch stellt er ein Repertoire für den Weißspieler vor,
welches auf dem sizilianischen Grand-Prix-Angriff beruht. Dabei
bespricht er in 5 Kapiteln die aktuelle Theorie dieses Systems durch
die Analyse von 100 wiedergegebenen Meisterpartien, welche im Verlauf
der letzten beiden Dekaden gespielt worden sind, die Hälfte von ihnen
nach der Jahrtausendwende. Alle diese Partien wurden von den Führern
der weißen Steine gewonnen, was jedoch nur teilweise auf mangelhafte
Eröffnungsbehandlung ihrer Gegner zurückgeführt werden kann.
In der Einleitung thematisiert Ripperger die grundlegenden
strategischen Pläne nach 1.e4 c5 2.Sc3 d6 oder 3.f4, welche vor allem
in der Vorbereitung eines weißen Königsangriffes nach dem Schema Lb5,
Dd1-e1-h4, Lh6 und Sg5 bestehen, wenn Schwarz kurz rochiert hat (S.
1-10, mit 7 kommentierten kompletten Beispielpartien).
Der Verfasser bietet ein Weiß-Repertoire des Grand-Prix-Angriffes,
welches dem Amateurspieler genügend Material an die Hand gibt, um
dieses System erfolgversprechend anwenden zu können.